Avantgarde und klassische Moderne
Das Fabrik-Quartett
mit Federico Ceppetelli (Violine), Muzi Lyu (Violine),
Jacobo Díaz Robledillo (Viola), Elena Cappelletti (Cello)
Außerdem
Tim Vogler (Violine) und Lucas Fels (Cello)
Konzert in Zusammenarbeit mit 2og:dondorf – ein Projekt der ort3 gUG
25. November 2026, 19:00 Uhr
2. OG der ehem. Dondorf-Druckerei am Campus Bockenheim,
Gabriel-Riesser-Weg 3, 60325 Frankfurt
(U-Bahn-Haltestelle Bockenheimer Warte)
Das Programm
Vier Werke, vier sehr unterschiedliche Klangwelten: Zwischen Kodálys leidenschaftlichem Duo, Rihms vielschichtigem Streichquintett sowie den Werken von Sarah Nemtsov und Bernhard Gander entfaltet sich ein Programm voller Kontraste, Spannungen und überraschender Begegnungen. Es lädt dazu ein, vertraute Hörgewohnheiten hinter sich zu lassen und Musik als Entdeckungsreise zu erleben: mal nachdenklich, mal kraftvoll, mal rätselhaft, aber immer unmittelbar und lebendig.
Bernhard Gander (*1969)
„Kuhl“ (2013)
Sarah Nemtsov (*1980)
„Im Andenken“ (2007)
Zoltán Kodály (1882-1967)
Duo für Violine und Violoncello op. 7
1. Allegro serioso, non troppo, 2. Adagio – Andante, 3. Maestoso e largemente – Presto
Wolfgang Rihm (1952-2024)
Streichquintett
Das Fabrik-Quartett
Das in Frankfurt ansässige Fabrik Quartet zeichnet sich durch seine engagierten, neuartigen und kühnen Interpretationen zeitgenössischer Musik aus. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, die Musik unserer Zeit zu kultivieren und ihr Ausdruckpotenzial im Medium des Streichquartetts auszuloten. Das Ensemble traf sich 2022 im Rahmen der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt am Main, wo sich das Quartett nach einer intensiven Beschäftigung mit dem Streichquartett „Tetras“ von Iannis Xenakis gründete. Seitdem hat das Fabrik Quartet zahlreiche Preise erhalten. So gewann es erste Preise beim Internationalen Kammermusikwettbewerb „A. Rubinstein“ 2022 in Düsseldorf, beim Dritten Internationalen Wettbewerb für zeitgenössische Musik Re_Crea im spanischen Castelló, beim Wettbewerb um den Kammermusikpreis der Polytechnischen Gesellschaft und beim Ensemble Stipendium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt.
2024 wurde das Quartett mit dem 2. Preis und dem Sonderpreis beim „John Cage Award“ in Halberstadt ausgezeichnet. Als Preisträger der Kamar Percy und Ingeborg John Stiftung hat das Quartett seine erste CD mit Werken von Luciano Berio, Wolfgang Rihm, Rebecca Saunders und José Luis Escrivà Córdoba eingespielt. Das Quartett war eines von drei Ensembles, die über das Podium Gegenwart des Deutschen Musikrats für das Programm InSzene ausgewählt wurden, und war von 2023 bis 2025 Teil eines Streichquartettprogramms, das von der internationalen Plattform MERITA gefördert wurde. Ein zentrales Anliegen des Fabrik Quartett ist die enge Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponistinnen und Komponisten. Künstlerische Impulse erhielt das Quartett u.a. von Helmut Lachenmann, Rebecca Saunders, Liza Lim, Alberto Posadas, George Lewis, Jörg Widmann, Jose Manuel López López, Walter Zimmermann und Héctor Parra. Darüber hinaus entwickelten sie Stücke mit Sebastian Claren, Julia Mihály, Jose Luis Escrivà, Kathrin Denner, Rishin Singh, Esther Pérez Soriano, Camilo Bornstein und Pablo Garretón und bemühen sich um weitere Kooperationen mit jungen Komponistinnen. Seit Oktober 2024 studiert das Fabrik Quartet im Studiengang Konzertexamen bei Prof. Lucas Fels (Arditti Quartet) und Prof. Tim Vogler (Vogler Quartett) an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt.
Bild: Lukas Nowok