Vorstandsbericht

Kooperationen

Ein Weg, die Reichweite zu erhöhen, besteht in Aufbau und Pflege von Kooperationen mit einer großen Bandbreite an zivilgesellschaftlichen Akteuren. An erster Stelle sind hier die Tochterinstitute zu nennen. Bewährt ist insbesondere die Zusammenarbeit mit Kunstgewerbeverein und Kuratorium Kulturelles Frankfurt, die im Jahre 2025 das polytechnische Programm mit zwei Veranstaltungen bereichert haben. Hinzu kommt die Reihe „Wissenschaft im Dialog“, die Kunstgewerbeverein und Polytechnische Gesellschaft in einer langjährigen Kooperation mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gestalten. FAZ-Wissenschaftsredakteur Sascha Zoske empfing im Jahr 2025 wieder an vier Abenden Forscherinnen und Forscher aus dem Rhein-Main-Gebiet – zur religiösen Rechten in der US-Politik, zur Messung von Intelligenz, zur Staatsverschuldung und zur Erforschung der Tiefsee.

Auch die Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung wurde fortgesetzt – mit sechs weiteren Kooperationsveranstaltungen in der Saison 2025/2026. Die Landeszentrale hat im Rahmen der Kooperation die Kosten anteilig mitgetragen und die Reichweite der Werbemaßnahmen deutlich erhöht. Die Kooperation möchte der Vorstand gerne auch in der folgenden Saison fortführen.

Weitere Kooperationen kamen zustande mit dem in Frankfurt beheimateten Institut für sozialökologische Forschung ISOE, dem Bundesverband für EthnologInnen e.V., der Lebenshilfe e.V., der Goethe-Lehrkräfteakademie, dem Senckenberg-Museum, der Wöhlerschule und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft mit einer Veranstaltung im Rahmen des 20-jährigen Jubiläumsfests auf dem Platz vor der Alten Oper.

Für die Polytechniker bedeutsam ist zudem die langjährige Medienpartnerschaft mit dem Radiosender hr INFO. In ihrem Rahmen sind auch 2025 zahlreiche Werbetrailer für Veranstaltungen entstanden. Außerdem haben viele Moderatorinnen und Moderatoren aus dem Hessischen Rundfunk an Veranstaltungen mitgewirkt. Der Vorstand ist dankbar für die seit vielen Jahren überaus erfolgreiche Zusammenarbeit.

Als letztes Beispiel möchte der Vorstand eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Wöhler-Kolleg der Wöhlerschule hervorheben: Das Wöhler-Kolleg, betreut von der Polytechnikerin und Geschichtslehrerin Christina Rathmann, wird von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft gefördert. Es führt in jedem Schuljahr besonders engagierte Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge zu einer Art Studium generale zusammen. 2025 fand eine Gemeinschaftsveranstaltung von Wöhler-Kolleg und Polytechnischer Gesellschaft zum Kriegsende in Frankfurt 80 Jahre zuvor statt. Anhand von Originaldokumenten junger Menschen sollte das Geschehen der 1940er Jahre in Erinnerung gerufen werden. Das Institut für Stadtgeschichte unterstützte die Schülerinnen und Schüler bei der Suche nach originalen Quellen wie Tagebucheinträgen, Augenzeugenberichten und Briefen, aber auch Zeitungsartikel und öffentliche Bekanntmachungen. Zudem erhielten sie ein professionelles Sprechtraining. Am 13. Mai schließlich traten die rund 20 Schülerinnen und Schüler auf das Podium im Großen Saal der Evangelischen Akademie und trugen Texte Gleichaltriger vor, die unter dem Eindruck des Kriegsendes entstanden waren. Die Wirkung dieser Textkollage wurde durch die große Ernsthaftigkeit verstärkt, mit der die Schüler mitwirkten. Im folgenden Podiumsgespräch reflektierten die jungen Menschen über die Texte angesichts der heutigen Kriege und des neu eingeführten Wehrdienstes. Die kontroverse und zugleich besonnene Diskussion der Schüler war ein beeindruckendes Erlebnis.