Vorstandsbericht

Neubau des Instituts für Bienenkunde

Einen wichtigen Gegenstand der Vorstandsarbeit bildete weiterhin das Neubauprojekt des Instituts für Bienenkunde in Oberursel, das die Polytechnische Gesellschaft vollständig aus eigenen Mitteln finanziert. Im Jahr 2025 konnten die Bauarbeiten im Wesentlichen zum Abschluss gebracht werden. Ein Umzug der technischen Ausstattung, der Institutsmitarbeiter und vor allem der Bienen musste jedoch vertagt werden.

Zunächst galt es, die Kooperation zwischen der Polytechnischen Gesellschaft und der Goethe-Universität in Bezug auf das Institut für Bienenkunde auf eine neue formale Grundlage zu stellen. Nach längeren Verhandlungen konnte im Oktober schließlich ein entsprechender Kooperationsvertrag unterzeichnet werden

Die im Jahr 2007 errichtete Stiftungsprofessur der Polytechnischen Gesellschaft an der Goethe-Universität wurde darin bestätigt und ihre Finanzierung langfristig gesichert. Die Polytechnische Gesellschaft überlässt zudem der Universität das Gebäude und den angegliederten Insektengarten unentgeltlich auf unbestimmte Dauer; im Gegenzug übernimmt die Universität die Kosten für die forschungsbezogene Ausstattung, für die Unterhaltung des Gebäudes und für den laufenden Betrieb. Auf die Stiftungsprofessur für Bienenforschung entfällt mehr als ein Drittel der Förderung, mit der die Polytechnische Gesellschaft ihre Tochterinstitute insgesamt unterstützt. Die Bereitstellung des Gebäudes, das den Verein rund 15 Millionen Euro gekostet hat, ist finanziell noch deutlich gewichtiger als die Ausgaben für die Stiftungsprofessur. Die Gesellschaft steht damit in einer langen Tradition des Engagements für die Wissenschaft, die sie nun kraftvoll fortführt.

Erst mit Abschluss des Kooperationsvertrags war der Erwerb einer neuen technischen Ausstattung möglich. Der Umzug des Instituts musste vor allem aus diesem Grund in mehrere Etappen gegliedert werden: Zunächst bezogen Institutsleitung, Administration und Bienenhaltung die neuen Räumlichkeiten in der Oberurseler Ebertstraße. Doch zum Beginn des Frühjahrs 2026 konnten die Bienen bereits vom neuen Bienenkorbstandort ausschwärmen. Die offizielle Einweihung des neuen Instituts wurde auf den Herbst 2026 gelegt.