János Varga M.A. widmet sich der „Polytechnischen Gesellschaft im Nationalsozialismus“. Im Fokus seiner Forschung steht das Verhalten der Vereinsgremien gegenüber jüdisch-stämmigen und aus anderen Gründen verfolgten Mitgliedern. Die Vorstudie hatte rund 80 Personen identifiziert, die damals die Polytechnische Gesellschaft verließen. Die Teilstudie befasst sich mit einer Auswahl dieser Persönlichkeiten, ihrer Geschichte und ihrem Schicksal, aber auch mit der Frage, wie die Polytechnische Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem vergangenen Unrecht umging.
Das Teilprojekt zur Polytechnischen Gesellschaft begann im März 2025, also mit Verzögerung gegenüber der ursprünglichen Planung, die den Start schon im Frühling 2024 vorgesehen hatte. Hintergrund war ein Wechsel des Forscherteams am Fritz-Bauer-Institut und die damit verbundene Notwendigkeit einer Neuausschreibung der Forscherstelle.
Da das Teilprojekt zur Frankfurter Sparkasse einen erheblich größeren Umfang mit einer deutlich komplexeren Quellenlage hat und mit einem sehr viel längeren Bearbeitungszeitraum zu rechnen ist, einigten sich die Vorstände von Frankfurter Sparkasse und Polytechnischer Gesellschaft darauf, die bislang in einem Forschungsprojekt zusammengefassten Teilstudien voneinander zu trennen und jeweils unabhängig voneinander weiterzuverfolgen.
Schon in der Amtszeit des Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt hatte die Stiftung großen Wert auf ihre Mitverantwortung für das Gelingen dieser wichtigen Forschungsarbeit gelegt und Fördermittel zugunsten des bei der Muttergesellschaft verankerten Forschungsprojekts bereitgestellt. Im Zuge der formalen Umstellung hat das amtierende Führungsteam der Stiftung unter Leitung von Prof. Dr. Frank E. P. Dievernich dieses Engagement bekräftigt und sogar zusätzliche Mittel freigegeben. Hierfür dankt der Vorstand den Kollegen der Stiftung nachdrücklich.