Kuratorium Kulturelles Frankfurt

Ernsthafte Diskussionen und muntere Zwiegespräche

Von neuen Wohnformen bis zum Schutz von Frankfurts Kulturgütern: Im Jahr 2025 hat sich das Kuratorium Kulturelles Frankfurt (KKF) einer Vielzahl von für die Stadt bedeutenden Themen angenommen.

Fragen an die Stadt: Planungsdezernent Gwechenberger

Zwei Veranstaltungen seien an dieser Stelle hervorgehoben, weil sie spiegeln, wie sehr dem Kuratorium die Stadtplanung und damit die Entwicklung von Frankfurt am Herzen liegt. Unter dem Motto „Viel geschehen – viel zu tun“ hat sich Anfang September ein Podium die Frage gestellt, wie es mit der Frankfurter Innenstadt zwischen Zeil und Main weitergehen soll. Die Neue Altstadt, das Maintor-Projekt auf dem einstigen Degussa-Areal, der Umbau des Bundesrechnungshofs – wie vertragen sich diese Großprojekte mit den Neubauvorhaben? Etwa dem Haus der Demokratie, den Plänen für den Bethmannhof und für die Zeil. Eignen sie sich als Vorbilder und taugt das Innenstadtkonzept der Stadt etwas? Unter der Leitung von Dr. Matthias Alexander (FAZ) sprachen darüber der Architekturhistoriker Prof. Dr. Ole W. Fischer, Planungsdezernent Prof. Dr. Marcus Gwechenberger, der Architekt Jens Jakob Happ und die Architektin Sonja Moers.

Wenige Wochen später lautete das Thema: Neue Orte der Begegnung schaffen. Welche neuen Ansprüche stellen Menschen an den öffentlichen Raum – und wie können sogenannte dritte Orte entstehen, die es jenseits von Wohnen und Arbeiten möglich machen, sich zu begegnen und auszutauschen? Es ging also wieder um Stadtplanung und die Gestaltung des Stadtlebens, um innovative Konzepte. Auf dem Podium abermals der Planungsdezernent der Stadt Frankfurt, Florian Jöckel vom Projekt Massif Central, Helmut Bien, Geschäftsführer von Westermann Kommunikation und ehemaliger Kurator der Luminale, sowie Chelsea Hartmann vom Raumlabor Ort3. Die Moderation übernahm Günter Murr, Redakteur der FAZ.

Neben der Organisation von Kleinen Gruppen zu interessanten Orten und neben der Beteiligung am großen Geburtstagsfest der Stiftung Polytechnischen Gesellschaft auf dem Opernplatz hat das Kuratorium Kulturelles Frankfurt im Jahr 2025 auch viel Gewicht auf sein Format „KulturLounge“ gelegt. Dabei handelt es sich um ein öffentliches Gespräch mit jemanden, der oder die in der Kulturszene an wichtiger Position sitzt, dementsprechend berichten und Einblicke gewähren kann. Das KKF befragte Martin Sonntag, den Leiter des Caricatura Museums, unnötig zu sagen, dass dies ein vergnüglicher Abend war. Es befragte aber auch Ina Neddermeyer, die Leiterin des Museums Giersch der Goethe-Universität, Gregor Praml von der Romanfabrik und Larissa Förster, die das Weltkulturen Museum leitet. Auch diese Abende waren alle – erkenntnisreich.

Cornelia von Wrangel