Stiftung Polytechnische Gesellschaft

Frankfurt das feiern wir!

Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft durfte 20 Jahre nach ihrer Gründung im Jahr 2025 ein Jubiläum feiern. 30.000 Menschen haben das Festwochenende anlässlich des Stiftungsjubiläums auf dem Opernplatz besucht. Die Intention war, das breite Spektrum der Tätigkeiten darzustellen, die die Stiftung durch eigene Programme und Projekte sowie über Förderpartner umsetzt, und so das Jubiläum als »Schaufenster« für den Stiftungszweck und die Arbeit der Stiftung zu nutzen und Frankfurt zu feiern.

In ihrem Jubiläumsjahr hat die Stiftung den Bereich Philanthropie weiter aufgebaut. Unter dem Dach der Stiftung bündelt sich seit jeher bürgerschaftliches Engagement. Diese Kraft wird mit diesem neu geschaffenen Bereich strategischer und stärker zur Entfaltung gebracht. Den Frankfurterinnen und Frankfurtern sowie den Unternehmen der Stadt wird damit ein Angebot gemacht, wie sie an den Vorhaben der Stiftung mitwirken und einen Beitrag leisten können, damit die Stiftung tun kann, was fehlt, nützt und langfristig wirkt. Die Philanthropie-Aktivitäten der Stiftung beziehen explizit auch die Aktivitäten der Polytechnischen Gesellschaft und der Schwestergesellschaften in der Polytechnischen Familie mit ein. So wird der »polytechnische Geist« in Frankfurt lebendig gehalten und weitergetragen.

Auch in 2025 hat die Stiftung bewährte und etablierte eigene Programme umgesetzt, aber auch neue operative Programme entwickelt und an den Start gebracht. So greift das Programm »Main-Potenzial« die Potenzialförderung in der Zielgruppe der Auszubildenden auf. Mit dem Programm will die Stiftung den Weg der Berufsausbildung bzw. Lehre wertschätzen und stärken. Diesen Bedarf haben nicht nur die Stiftung, sondern auch die beiden Kooperationspartner des Programms, die Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie die Handwerkskammer (HWK), gesehen.

Im Berichtsjahr erfolgte zudem eine weitere Kooperation, die die Stiftung der Unternehmens- und Berufswelt näherbringt: Gemeinsam mit der KfW-Stiftung bringt die Stiftung seit 2025 mit unterschiedlichen pädagogischen und didaktischen Mitteln und Partnern mit dem Programm »Demokratie. Machen!« das Thema Demokratie in die Berufsschulen.

2025 hat die Stiftung den »Frankfurter Miteinanderfonds« konzipiert, der es erstmalig ermöglicht, dass auch Einzelpersonen unkompliziert mit kleinen Beträgen gefördert werden, um Ideen umzusetzen, die Menschen zusammenbringen. Die Stiftung bemüht sich, diesen Fonds als Plattform zu lancieren, die nicht mehr nur alleine von der Stiftung, sondern auch von Partnern, Unternehmen und anderen Beteiligten getragen wird, die Interesse an der Förderung der städtischen Zivilgesellschaft haben. Dass die Stiftung die Wichtigkeit sozialer Orte schon früh entdeckt hat, machen ihre Aktivitäten zur Stärkung der Familien deutlich. Das »Diesterweg-Stipendium für Kinder und ihre Eltern« wurde zu seinem zehnjährigen Jubiläum am Transferstandort Offenbach am Main mit dem Integrationspreis der Stadt ausgezeichnet.

Zudem hat die Stiftung im Berichtsjahr gemeinsam mit der Initiative Frankfurter Stiftungen (IFS) einen Beitrag zu einem besseren Frankfurt geleistet:

Mit dem Familien- und Nachbarschaftszentrum »FAMOS« gibt es nun eine Familienbildungsstätte mitten im Frankfurter Bahnhofsviertel, in dem Familien mit insgesamt über 400 Kindern leben. Alle diese Beispiele sind nur einige Highlights aus der Stiftungsarbeit im Jahr 2025. Was im Berichtsjahr darüber hinaus noch geschehen ist, erfahren Sie beim Lesen des digitalen Tätigkeitsberichts der Stiftung unter bericht.sptg.de.

Die Grundlage dafür, dass die Stiftung dieses leisten konnte, liegt im erfolgreichen Agieren ihrer Vermögensverwaltung. Auch im Jahr 2025 gestalteten sich die Rahmenbedingungen an den Kapitalmärkten herausfordernd. Aber das Jahr konnte sehr gut genutzt werden: Mit einer Wertentwicklung von 4,7 Prozent wurde die gesetzte Zielmarke deutlich übertroffen. Besonders stark entwickelten sich die Aktienanlagen mit einer Performance von 14,4 Prozent, während Anleihen 2,5 Prozent erzielten. Bei den Immobilienanlagen war jedoch trotz guter ordentlicher Erträge aufgrund Wertminderungen eine Wertentwicklung von -1,4 Prozent zu verzeichnen. Die laufenden Erträge beliefen sich netto auf 14,3 Mio. Euro. Damit konnten die gestiegenen Ausgaben im ideellen und administrativen Bereich der Stiftungsarbeit erneut sicher finanziert werden. Die Ausgaben für Satzungszwecke betrugen im Berichtsjahr 10,6 Mio. Euro. Die Höhe des Stiftungsvermögens belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf 468,2 Mio. Euro.

Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich
Dr. Reinhard Krafft