Teilen

Schulstress, Krisen, digitales Leben: Wie können wir unsere Kinder mutig machen?

Mit Prof. Dr. Dipl.-Theol. Christine M. Freitag (Direktorin der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters an der Universitätmedizin der Goethe-Uni Frankfurt am Main)

Moderation: Johanna Lanio (Polytechnische Gesellschaft)

Vortrag
24. Februar 2026, 19:00 Uhr
Evangelische Akademie, Römerberg 9, 60311 Frankfurt a.M.

in Präsenz vor Ort und im Youtube-Livestream

Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist nicht notwendig. Eine Platzreservierung ist nicht möglich, wobei die Zahl der Sitzplätze begrenzt ist. Der Einlass beginnt um 18:30 Uhr. Wenn alle Sitzplätze vergeben sind, können aus feuerpolizeilichen Gründen ggf. weitere oder später eintreffende Besucher nicht mehr eingelassen werden. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.

Zum Thema

Im Jahr 2024 stellte das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf die Ergebnisse seiner neuen COPSY-Studie vor, mit der die langfristigen Folgen der Corona-Pandemie für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen erforscht wird. Fast ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen leidet demnach unter Symptomen einer psychischen Erkrankung. Wie schlimm ist die Situation? Was sind die Ursachen? Welche Rolle spielen die krisenhaften Entwicklungen unserer Zeit für die psychische Not der Kinder und Jugendlichen? Welche Bedeutung haben Digitalisierung und Social Media? Im Vortrag geht es zudem um effektive Präventions- und Interventionskonzepte, die durch Eltern, Schule sowie die Kinder und Jugendlichen selbst umgesetzt werden können, indem sie einen aktiven und Ressourcen-orientierten Umgang mit den Herausforderungen im Alltag üben. Im Fokus steht dabei die Frage, wie wir unseren Kindern Mut machen können. Eine psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung ist nur bei längerfristig stark ausgeprägten Symptomen und deutlichen Alltagseinschränkungen sinnvoll bzw. notwendig.

Bild: Selo novy byt (auf iStock)

Die Podiumsgäste

Prof. Dr. Christine M. Freitag

Christine M. Freitag ist seit 2008 Direktorin der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters an der Universitätsmedizin der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Zu ihrer Abteilung gehört das Autismus-Therapie- und Forschungszentrum, das sich mit innovativen diagnostischen und therapeutischen Verfahren bei Autismus-Spektrum-Störungen befasst. Nach dem Studium der Humanmedizin an der Humboldt-Universität (Charité) zu Berlin und dem Studium der Evangelischen Theologie an Universität Tübingen promovierte sie im Jahr 2000 an der Humboldt-Universität (Charité) Berlin über psychosoziale Belastungsfaktoren bei psychischen Störungen und Resilienz. Ihre Habilitationsschrift im Fach Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg aus dem Jahr 2007 befasste sich mit genetischen und phänotypischen Studien zu Autismus-Spektrum-Störungen. Die Forschungsschwerpunkte von Christine Freitag sind Neuroentwicklungs-, Verhaltens- und psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter, insbesondere Autismus-Spektrum-Störungen, ADHS sowie oppositionelle und aggressiv-dissoziale Verhaltensstörungen.

Bild: Caro Hoene