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KulturGutRetter: Schnelle Hilfe für Kulturgut im Katastrophenfall weltweit

Mit Dr.-Ing. Katja Piesker (Deutsches Archäologisches Institut)

Moderation: Johanna Lanio (Polytechnische Gesellschaft)

Vortrag in Zusammenarbeit mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung
21. Oktober 2025, 19:00 Uhr
Evangelische Akademie, Römerberg 9, 60311 Frankfurt a.M.

In Präsenz vor Ort und im Youtube-Livestream. Ohne Anmeldung.
Ohne Reservierung. Wenn alle Plätze vergeben sind, können später
eintreffende Besucher nicht mehr eingelassen werden. Eintritt frei.

Zum Thema

Wenn kulturelles Erbe durch Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen und Erdrutsche oder durch menschengemachte Havarien und Feuer bedroht oder zerstört ist, ist schnelles Handeln gefragt. Es braucht Know-how, Strukturen und Kapazitäten, um schnell und wirksam Hilfe zu leisten. Mit genau diesem Ziel entwickeln das Deutsche Archäologische Institut, das Leibniz-Zentrum für Archäologie und das Technische Hilfswerk im Projekt KulturGutRetter gemeinsam eine schnell einsatzfähige Auslandseinheit: die Cultural Heritage Response Unit (CHRU). Immer wieder war und ist es dem beherzten Eingreifen von Helferinnen und Helfern zu verdanken, dass Kulturgüter im Katastrophenfall gerettet werden können. Inzwischen wächst die Einsicht, dass der Schutz und notfalls die Rettung von Kulturgut professionalisiert und systematisiert werden müssen. Der Vortrag zeigt auf, welche Lehren aus den Erfahrungen der letzten Jahre gezogen wurden und wie auf internationaler und nationaler Ebene in enger Kooperation von Kulturgutschutz und Zivilschutz Vorbereitungen getroffen werden, um im Fall der Fälle schnell handeln zu können.

Bild: Buffy (auf IStock)

Die Referentin

Dr.-Ing. Katja Piesker

Katja Piesker ist Leiterin des Architekturreferats und Stellvertretende Direktorin an der Zentrale des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) in Berlin. Sie studierte Architektur in Weimar und Prag und arbeitete anschließend als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hannover, wo sie mit einer Arbeit über das hellenistisch-römische Theater von Patara in der Südtürkei promoviert wurde. Sie war Reisestipendiatin des DAI, Auslandsstipendiatin an der Abteilung Istanbul des DAI, Forschungsstipendiatin der Gerda Henkel Stiftung, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der ETH Zürich und Wissenschaftliche Referentin für Bauforschung am Architekturreferat des DAI. Im Jahr 2017 wurde sie stellvertretende Direktorin der Abteilung Istanbul des DAI, und Ende 2019 übernahm sie die Leitung des Architekturreferats an der Zentrale in Berlin. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrungen in archäologischen Projekten in der Türkei, u. a. in Patara (Lykien), am Göbekli Tepe (Südosttürkei), in Side (Pamphylien), Pergamon (Ionien) und Istanbul. Ihr aktueller Fokus liegt auf dem KulturGutRetter-Projekt, das darauf abzielt, eine Cultural Heritage Response Unit (CHRU) für schnelle Hilfe für Kulturgut im Katastrophenfall weltweit zu entwickeln.

Bild: Jens Pflug