Teamspirit oder Konkurrenzkampf? Zwischen Leistungsdruck und Teilhabe im Sport
Mit Harald Sakho, Geschäftsleiter Skyliners e.V., Garai Zeeb, Profispieler der Frankfurt Skyliners, Till Pape, Kapitän der Profimannschaft, und Klaus Perwas, Cheftrainer der Frankfurt Skyliners
Moderation: Carsten Knop, F.A.Z.
In Zusammenarbeit mit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft
13.30 Uhr, Freibühne auf dem Opernplatz, 60313 Frankfurt am Main
Zum Thema
Sportvereine gelten als Schlüsselinstitutionen gesellschaftlicher Integration. Was hier zählt, sind Teamgeist, Zusammenhalt und die gemeinsame Freude am Spiel. Der Sport, so die verbreitete Erzählung, verbindet. Entsprechend werben viele große Vereine offensiv mit ihrem couragierten Einsatz gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung. Doch wie tragfähig ist dieses Idealbild wirklich? Im Leistungssport entscheidet am Ende vor allem eines: Leistung. Wer nicht mithalten kann, fällt durchs Raster und das schon in jungen Jahren. Und der Breitensport? Ist er nicht durchdrungen vom Leistungsprinzip, das sich auch in Nachwuchsarbeit und Vereinsstrukturen widerspiegelt? Wie viel Raum bleibt da noch für den reinen Spaß an der Bewegung, für niedrigschwellige Teilhabe und Begegnung auf Augenhöhe? Haben Sportvereine überhaupt die Mittel, um im Alltag wirklich Brücken zu bauen – über soziale, kulturelle und sprachliche Unterschiede hinweg? Diesen Fragen widmet sich die Gesprächsrunde am Beispiel des Basketballsports – mit besonderem Fokus auf die Frankfurt Skyliners, dem einzigen hessischen Bundesligaclub. Der Verein engagiert sich seit Jahren mit Nachwuchs- und Schulprogrammen im Rhein-Main-Gebiet und steht nicht nur für sportliche Ambitionen, sondern auch für gesellschaftliches Engagement abseits des Spielfelds. Im Zentrum der Diskussion steht daher: Was braucht es, damit Sport mehr ist als Wettbewerb – nämlich ein echter Motor für Zusammenhalt, Vielfalt und Zivilcourage?
Bild: Daniel McCullough (auf Unsplash.com)