Die neue Bundeswehrmacht? Die Zukunft der deutschen Streitkräfte
Mit Prof. Dr. Sönke Neitzel (Professor für Militärgeschichte, Universität Potsdam)
Moderation: Tobias König (Stiftung Polytechnische Gesellschaft)
Vortrag
8. Januar 2026, 20:00 Uhr (Achtung: geänderte Uhrzeit)
Evangelische Akademie, Römerberg 9, 60311 Frankfurt a.M.
In Präsenz vor Ort und im Youtube-Livestream. Ohne Anmeldung.
Ohne Reservierung. Wenn alle Plätze vergeben sind, können später
eintreffende Besucher nicht mehr eingelassen werden. Eintritt frei.
Zum Thema
Vor 70 Jahren, im Januar 1956, traten die ersten Soldaten der jungen Bundeswehr ihren Dienst an. Im Juli desselben Jahres wurde die allgemeine Wehrpflicht beschlossen. Seitdem hat sich viel verändert: Nach dem massiven Rückbau der Bundeswehr in den 1990er Jahren – Deutschland profitierte von der „Friedensdividende“ – ist mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine eine Phase massiver Aufrüstung angebrochen. Mit der Anschaffung großer Mengen an Munition und moderner Waffensysteme ist es indes nicht getan. Auch im Hinblick auf Werte, Ziele, Organisation und innere Führung muss die Bundeswehr neu aufgestellt werden. Das schwere Erbe der Wehrmacht gilt es dabei ebenso zu beachten wie die Anforderungen, die sich aus der Zusammenarbeit mit den Streitkräften der Bündnispartner ergeben. Nicht zuletzt stellt sich die Frage nach der Rekrutierung des militärischen Personals: Ist eine Reaktivierung der Wehrpflicht – auch mit Blick auf ihre gesellschaftlich integrierende Funktion – ein Gebot der Stunde? Oder sollte das Konzept der Berufsarmee handlungsleitend für die deutsche Sicherheitspolitik bleiben? Und wie sind in diesem Kontext die Entwicklungsszenarien der Bundeswehr? Wie gut steht sie da – gerade im Vergleich mit ihren europäischen Nachbarn, aber auch mit den USA, Russland und China?
Bild: Huettenhoelscher (auf iStock)
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