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Lichtblicke im Anthropozän – Kulturen lernen voneinander

Mit Prof. Dr. Christoph Antweiler, Seniorprofessor für Ethnologie an der Universität Bonn

Moderation: Dr. Anette Rein, BfE e.V.

Themenabend in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband für EthnologInnen e.V.

10. November 2026, 19:00 Uhr
Evangelische Akademie, Römerberg 9, 60311 Frankfurt a.M.

In Präsenz vor Ort und im Youtube-Livestream. Ohne Anmeldung.
Ohne Reservierung. Wenn alle Plätze vergeben sind, können später
eintreffende Besucher nicht mehr eingelassen werden. Eintritt frei.

Zum Thema

Anthropozän bezeichnet das Erdzeitalter, in dem menschliches Handeln die Erde tiefgreifend prägt. Lebensbedingungen werden weltweit dauerhaft und teils irreversibel verändert; Artensterben und Plastikmüll sind deutliche Zeichen. Dennoch ist es verfrüht, vom „Tod der Natur“ zu sprechen oder zu resignieren. Der Vortrag stellt den aktuellen Forschungsstand vor, fragt nach Handlungsmöglichkeiten für eine lebenswerte Zukunft und vertritt die These: Neben realistischen Utopien braucht es konkretes Handeln im Alltag. Entscheidend ist dabei, dass Kulturen voneinander lernen können – etwa im Umgang mit Biodiversität und Plastik, wie Beispiele aus Asien zeigen.

Bild: Schroptschop (auf iStock)

Die Podiumsgäste

Prof. Dr. Christoph Antweiler

Christoph Antweiler ist Ethnologe und Südostasienwissenschaftler. Derzeit ist er Seniorprofessor an einem Exzellenzcluster der Universität Bonn. Er studierte Geologie und Paläontologie (Diplom) und anschließend Ethnologie (Promotion). Er wurde mit einer Arbeit über Alltagsentscheidungen in einer indonesischen Großstadt habilitiert. Seine Hauptforschungsgebiete sind lokales Wissen, Ethnizität und Stadtkultur in Indonesien, kulturenübergreifende Universalien und menschengemachter Umweltwandel. Antweiler hat ein umfassendes Buch zum Anthropozän geschrieben: „Menschen machen Erdgeschichte“ (2025). Antweiler ist Mitglied der Academia Europaea (London). Seine Hobbys sind Hallenfußball, Reisen im südlichen und östlichen Asien und das Lesen nichtethnologischer Fachbücher.

Bild: Privat

Dr. Anette Rein

Dr. Anette Rein studierte Ethnologie, Erwachsenenbildung, Altamerikanistik und Soziologie in Berlin (Magister) und Mainz (Promotion). Feldforschungszeiten zu balinesischen Tempeltänzen sowie eine Kurzzeitdozentur in Kupang (Timor) an der Universitas Nusa Cendana führten sie insgesamt vier Jahre nach Indonesien. Nach verschiedenen wissenschaftlichen Positionen an den Universitäten Mainz und Leipzig wurde sie leitende Direktorin des Museums der Weltkulturen in Frankfurt am Main. Sie ist Gründungsmitglied des Bundesverbands für Ethnolog*innen e. V., und seit 2012 dessen 1. Vorsitzende. Anette Rein publiziert regelmäßig zu Themen aus der Museums. Zudem gibt sie als zertifizierte Schreibcoachin Workshops zu den Themen Kreatives Schreiben sowie wissenschaftliches Denken und Interkulturelle Kompetenz.

Bild: Privat