Dr. Eduard Beaucamp
Kunstkritiker und Feuilleton-Redakteur der F.A.Z. von 1966-2002
Zwanzig Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung haben sich die Kontroversen im Kulturbetrieb beruhigt. In der jungen Szene spielen die Ost-West-Gegensätze kaum noch eine Rolle. Nur die Kunstgeschichte ist unversöhnt. Westdeutsche Museen halten Meisterwerke der Ostkunst, die ihnen Peter Ludwig hinterlassen hat, unter Verschluss. In einer Berliner Schau zur Feier des Grundgesetzes war Kunst aus der DDR 2009 polemisch ausgegrenzt. Das neu eröffnete Dresdner Albertinum marginalisiert die östliche Nachkriegsmalerei und feiert breit die westlichen Matadore. Woher rühren Fremdheit und Ablehnung? Der Vortrag resümiert sechzig Jahre deutsch-deutscher Kunstgeschichte und spürt den Gründen der Konflikte nach.
In Zusammenarbeit mit dem Kuratorium Kulturelles Frankfurt.
Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse
Neue Mainzer Straße 49
60311 Frankfurt am Main